Logo KAE2017284pxMeine Schule erLEBEN

 

 

Königliches Athenäum Eupen

Athénée Royal d'Eupen

Lascheterweg 20 - 4700 Eupen - Tel. : 087/68.03.70 - info@kae.be

Kontakt Lageplan | Grundschule

Schulprojekt - Projet scolaire

 

SCHULPROJEKT der SEKUNDARSCHULE 

(Kurzfassung einer ständigen Baustelle)

 

LEITBILD

 

 

Unsere Schule will ein Ort sein, wohin Kinder und Jugendliche gerne gehen, den sie bereichert durch neue Erfahrungen und Kenntnisse verlassen, dazu motiviert, neue und andere Orte des Lernens oder der Arbeitswelt kennen zu lernen.

Das Königliche Athenäum Eupen will ein Ort sein, 

- an dem alle willkommen sind und wo jeder im Rahmen unseres Schulprogramms die Möglichkeit zur

persönlichen Entfaltung finden soll,

- der im Zeichen des gegenseitigen Respekts der Neutralität verpflichtet ist;

- wo das Erlernen der Sprache des Nachbarn eine zentrale Rolle spielt,

- wo der Blick geöffnet wird für die Welt, in der wir leben,

- wo das Zusammenleben demokratisch geregelt ist,

- dessen Räume einladen zum Verweilen,

- dessen Angebote und Herausforderungen zum Lernen, zur selbsttätigen Auseinandersetzung locken,

- wo das eigene Tun immer wieder im Sinne des allgemeinen Qualitätsdenkens reflektiert wird.

 

SCHULPROFIL

  

Das Studienangebot des Königlichen Athenäums umfasst allgemeinbildenden Unterricht und technischen Befähigungsunterricht. 

Der allgemeinbildende Unterricht legt die Grundlagen für das Studium an Universitäten und Hochschulen. Den Schülern wird ein breites Spektrum an Grund- und Leistungskursen angeboten. 

Im Rahmen des allgemeinbildenden Unterrichts bieten wir auch eine bilinguale Gestaltung der Studiengänge an. 

Der technische Befähigungsunterricht in den Fachbereichen Sekretariat-Sprachen und Touristik-Sprachen bereitet auf einen unmittelbaren Berufseinstieg vor, ermöglicht aber auch ein fachbezogenes Weiterstudium. Die Studiengänge sind praxisorientiert und integrieren umfangreiche Betriebspraktika.

 

I. EINE SCHULE, AN DER ALLE WILLKOMMEN SIND UND WO JEDER EINE MÖGLICHKEIT ZUR PERSÖNLICHEN ENTFALTUNG FINDEN SOLL

 

I.0. Leitgedanken

Wir treten ein für ein Modell des gemeinsamen Lebens, das bestimmt wird durch gegenseitigen Respekt und das Streben nach Dialog, durch Gewaltfreiheit und Achtung von Minderheitenrechten, durch die Anerkennung der prinzipiellen Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen.

Jedem Schüler, der die Aufnahmebedingungen für eine bestimmte Schulebene erfüllt und sich in unserer Schule einschreibt, soll die Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung gegeben werden. 

I.1. Schulneuling sein

Ganz besonders pflegen wir in diesem Zusammenhang den Empfang der Schulneulinge im ersten Jahr. Sie sollen sich sofort in unserem Hause willkommen fühlen und den Übergang von der Grund- zur Sekundarschule als Bereicherung erleben.

I.2.Förderung der Persönlichkeit und des Selbstvertrauens bei den jüngeren Schülern : „Schlüssel fürs Leben“

Mit dem Programm „Schlüssel fürs Leben“ möchten wir den Jugendlichen dabei helfen, die Herausforderungen des Jugendalters anzunehmen und den Weg zum Erwachsenwerden erfolgreich zu beschreiten. Eigens dafür aus- und weitergebildete Lehrkräfte bemühen sich, durch dieses Programm und dank der darin enthaltenen Animationstechniken, die Persönlichkeitsentfaltung der Jugendlichen zu unterstützen.

Vor allem sollen gefördert werden: 

- der Aufbau des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten und Qualitäten

- der Erwerb von wichtigen Sozialkompetenzen, 

- die Entwicklung des kritischen Denkens und die Fähigkeit, konstruktive Entscheidungen für sich selbst zu treffen

Das Programm wird im ersten Sekundarjahr angeboten. 

I.3. Hilfestellungen bei persönlichen Schwierigkeiten

Erste Ansprechpartner bei Problemen sind die Klassenlehrer und die Erzieher. Das Athenäum arbeitet zudem eng mit dem PMS-Zentrum zusammen, die Schulpsychologin hält tägliche Sprechstunden in der Schule ab. 

I.4. Schullaufbahnberatung

Neben der ständigen Beratung bieten wir zu verschiedenen Zeitpunkten gezielte Orientierungshilfen an.

I.4.1. Am Ende der ersten Stufe werden die Schüler und die Eltern eingehend über die Möglichkeiten informiert, die sich in den verschiedenen Studiengängen der zweiten Stufe eröffnen. Der Orientierungswunsch des Schülers wird kritisch beleuchtet und in der Orientierungsempfehlung des Klassenrates berücksichtigt. 

I.4.2. Innerhalb der zweiten Stufe organisieren wir in Zusammenarbeit mit dem BIZ-Mobil gezielte Berufsinformation.

I.4.3. Am Ende der zweiten Stufe werden Schüler nochmals eingehend über die Studienmöglichkeiten in der 3. Stufe des Sekundarunterrichts informiert. Der Orientierungswunsch des Schülers wird kritisch beleuchtet und in der Orientierungsempfehlung des Klassenrates berücksichtigt.

I.4.4. Jedes Jahr organisieren wir mit dem Förderverein der Schule für die Schüler der 3. bis 6. Jahre einen Informationsabend über Studien und Berufe "Studien INFO Etudes" in Zusammenarbeit mit euregionalen Hochschulen und Universitäten, mit professionellen Beratern (u.a. PMS, ADG), mit Berufsvertretern und mit Studenten und Studentenvereinigungen. 

I.4.5. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt organisieren wir für die Abschlussklassen Seminare zum Thema „Das Leben nach der Schule“.

 

II. LERNKULTUR

II.0. Leitgedanken

In der Schule gute Arbeit leisten heißt, sich intelligentes Wissen und übertragbare Kompetenzen aneignen. Das geschieht nicht durch einfache Wiedergabe von Gehörtem oder einfache Anwendung von Erlerntem, sondern sollte das Ergebnis individueller oder kollektiver Bemühungen zur Lösung von Problemsituationen sein. 

Der Unterricht verfolgt das Ziel, die Schüler mit immer komplexeren Problemsituationen zu konfrontieren, die den Einsatz breiterer Wissensbestände und Fertigkeiten verlangen.

Die aktive Teilnahme des Schülers am Unterricht und an allen organisierten Aktivitäten ist natürlich die erste Bedingung für einen erfolgreichen Lernprozess. Hinzu kommt das Aneignen angepasster Lern- und Arbeitsmethoden. 

Die regelmäßige Nutzung außerschulischer Lernorte trägt ebenfalls dazu bei, die erforderlichen Kompetenzen zu erwerben oder zu festigen. 

II.1. Grundvoraussetzung : Beherrschung von Kulturtechniken

Über alle Fächer hinweg stellt sich für uns der Lernauftrag, Sicherheit in den Kulturtechniken zu vermitteln.

Über elementare Techniken hinaus, die Voraussetzung von Lernprozessen sind, wie das Lesen und Schreiben, geht es um die Vielzahl der Instrumente der Wissensaneignung, angefangen von der Beherrschung von Arbeitsformen zur Informationserschließung über Darstellungs- und Schreibformen bis zum kompetenten Umgang mit Bibliotheken und neuen Verfahren der Exploration, zum Beispiel unter Verwendung der Informationstechniken. 

Medienkompetenz wird schlechthin als grundlegende Kulturtechnik verstanden. 

II.2 Grundvoraussetzung : Arbeitsmethoden

Die Aneignung adäquater Arbeitsmethoden ist Bestandteil der einzelnen Fachunterrichte. 

II.3. Verantwortung für das eigene Lernen

Sinnvolles und effizientes Lernen ist auch nur dann möglich, wenn der Schüler lernt, für sein eigenes Lernen Verantwortung zu tragen.

II.4. Bewertung

Bewertung ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Mittel, gemeinsam gute Arbeit zu leisten.

 

III. SPRACHEN

 

III.0. Leitgedanken

Sprachenkompetenz gehört zu den Eckpfeilern unseres Schulprojektes. Unser Ziel ist es, eine möglichst weitgehende Zweisprachigkeit zu erreichen, ergänzt durch die Kenntnis von einer oder zwei weiteren Fremdsprachen.

III.1. Muttersprache

Die Beherrschung der Muttersprache bildet den Grundstein für jedes Lernen und für die Mehrsprachigkeit. Aus diesem Gunde wird großer Wert auf eine solide Beherrschung der Muttersprache gelegt. 

III.2. Die Sprache des Nachbarn : Französisch

Das Erlernen des Französischen geschieht auf der Grundlage des einschlägigen Lehrplans und der Möglichkeiten, die das Sprachendekret eröffnet.

In der Unterstufe erfolgt der Unterricht auf der Basis eines einheitlichen, zeitgemäßen Lehrwerks. Evaluiert wird für alle Schüler einer Ebene auf der gleichen Grundlage (gemeinsame Prüfungen, beispielsweise). 

Dort wo möglich bildet Französisch die Arbeits- und Umgangssprache in den „kreativen“ Unterrichten (Kunst, Technik, Sport,…)

Schüler, die ab der zweiten Stufe die Studienrichtung „moderne Sprachen“ belegen, haben eine Zusatzstunde Französisch. 

III.3. Das Konzept der bilingualen Klassen

In der bilingualen Klasse wird vom ersten Jahr an ein Teil des Unterrichts in französischer Sprache erteilt. Hierbei handelt es sich prinzipiell um die Unterrichtsfächer Mathematik, Geschichte und Erdkunde (also ursprünglich um insgesamt 8-9 Unterrichtsstunden in der Woche). 

Damit die Schüler eine besondere Förderung erfahren, wird 

- der Französischunterricht in dieser Klasse um eine Stunde ergänzt;

- der Geschichts- und der Erdkundeunterricht ebenfalls um eine Stunde ergänzt. Damit kann der Arbeitsrhythmus in diesen Fächern angepasst und so dem Schüler mehr Zeit gelassen werden, die zusätzlichen Schwierigkeiten zu meistern. 

Ab dem dritten Jahr folgen die Schüler dann diesen Unterrichten zusammen mit Schülern, die ihre Grundschule in französischer Sprache absolviert haben. So kann jeder vom sprachlichen und kulturellen Reichtum des anderen profitieren.

III.4. Weitere Fremdsprachen

Englisch ist ab dem 2. Jahr Pflichtfach. Mit Ausnahme der Schüler, die die Studienrichtung „moderne Sprachen“ einschlagen, folgen alle Schüler im AU einem 3-Stunden-Kurs bis zum Abitur. Sprachenschüler folgen einem eigenen Leistungskurs. 

Niederländisch gehört ab dem 4. Jahr zu den Pflichtfächern der Studienrichtungen „moderne Sprachen“, „Sekretariat-Sprachen“ und „Touristik-Sprachen“.

 

IV. DEMOKRATIE UND VERANTWORTUNG

 

IV.0. Leitgedanken

Es gehört zu den vorrangigen Aufgaben unserer Schule, die Schüler zum Respekt der demokratischen Grundregeln und zur Übernahme von Verantwortung zu erziehen. Weltanschaulich ist die Schule der Neutralität verpflichtet. 

IV.1. Sich klare Regeln geben

Die Schul- und Studienordnung des KAE steckt den Rahmen ab, in dem das Leben in der Schule abläuft. Sie definiert die Regeln für ein harmonisches Zusammenleben im Sinne der Demokratie. Die Klarheit der Regeln trägt wesentlich zur pädagogischen Kohärenz bei.

Wenn allerdings auf der einen Seite klare Regeln vorgegeben werden müssen, so muss auf der anderen Seite ein breiter Ermessens- und Verhandlungsspielraum für die Behandlung individueller Probleme übrigbleiben, im Sinne einer konkreten Erziehung zur Bürgerlichkeit. Das gesamte Regelwerk muss Gegenstand ständigen Dialogs im Sinne der Qualitätssteigerung bleiben.

IV.2. Jedem die nötige Information zukommen lassen

Dies gilt für die Personalmitglieder, aber auch für die Schüler. Gegebenenfalls muss dafür gesorgt werden, dass die Information nicht nur weitergeleitet, sondern auch erklärt wird.

Vielfältige Informationen werden regelmäßig auf der Web-Site der Schule veröffentlicht und aktualisiert.

IV.3.Demokratie durch Transparenz und Kooperation in der pädagogischen Praxis

Über alle sonstigen Veranstaltungen hinweg wird der Schüler besonders dann Demokratie erleben und erlernen, wenn er als vollwertiger Partner an seinem eigenen Bildungsprozess mitarbeiten kann. Dazu dienen bspw.: 

- klare Darstellung der Lernziele und Aufgaben

- klare Erklärung der Bewertungskriterien

- ständiger Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden über Lernziele, Bewertung und auftretende Schwierigkeiten

- Integrierung von Selbstbewertung, etc.

IV.4. Miteinander Schule gestalten

Die Gestaltung des Schullebens obliegt nicht nur der Schulleitung, sondern erfolgt in Partnerschaft mit den vom Gesetzgeber vorgesehenen repräsentativen Gremien.

Der Elternrat ist Sprachrohr kollektiver Elternanliegen und beratendes Gremium für die wichtigen pädagogischen Orientierungen. Grundschule und Sekundarschule des Athenäums haben einen gemeinsamen Elternrat. 

Ein Schülerrat soll Sprachrohr kollektiver Schüleranliegen sein und beratendes Gremium in wichtigen pädagogischen und organisatorischen Entscheidungen.

Der Pädagogische Rat der Schule legt die pädagogische Richtung der Schule fest.

Der Basiskonzertierungsausschuss ist für Arbeitnehmerbelange zuständig und für Fragen der Sicherheit und Hygiene.

Darüber hinaus besitzt die Schule in Pro Juventute einen Förderverein.

IV.5. Weltanschauliche Neutralität im Sinne des gegenseitigen Respekts

Keine Frage sollte dem kritischen Geist verschlossen bleiben, kein Dogma dessen Ausübung einschränken. 

Allen Weltanschauungen begegnen wir mit dem gleichen Respekt, solange sie nicht im Widerspruch zur rechtsstaatlichen Grundordnung stehen. 

Den Schülern bietet die Schule die Wahl zwischen dem Unterricht in einer der anerkannten Religionen (katholische Religion, evangelische Religion, orthodoxer Religion, anglikanische Religion, israelitische Religion oder islamische Religion) oder einem nicht konfessionellen Ethikunterricht.

Von den Mitgliedern des Lehr- und Erziehungspersonals wie auch von den Schülern wird übrigens erwartet, dass sie im Geiste eines harmonischen und respektvollen Miteinanders ihre eigene Weltanschauung als etwas Persönliches betrachten und sich im Rahmen der Schule entsprechend zurückhaltend verhalten.

 

V. SCHULE ALS LERN- UND LEBENSRAUM

 

V.0. Leitgedanken

Eine Schule besteht nicht nur aus Menschen, sondern auch aus Räumen. Sie muss als Lern- wie auch als Lebensraum optimal gestaltet werden können. 

V.1. Lernräume

Geeignete Lernräume sind solche, die Neugier wecken und zum forschenden Lernen anregen. 

Die Schule sorgt dafür, dass die verschiedenen Räume entsprechend ihrer besonderen Zweckbestimmung entsprechend gestaltet und ausgerüstet werden. 

V.2. Lebensräume

Neben den Lernräumen brauchen Lehrer und Schüler ebenfalls einen Rahmen, in dem sie sich wohl fühlen. 

Bei der Gestaltung der Räume werden wo möglich die Schüler selbst mit eingebunden.

 

VI. STÄNDIGES QUALITÄTSMANAGEMENT

 

VI.0. Leitgedanken

Ständiges Qualitätsmanagement ist der Versuch, folgende Frage objektiv zu beantworten: „ Was macht unsere Schule zu einer besseren Schule?“, und die Bemühung, die Qualität des eigenen Tuns immer wieder kritisch zu hinterfragen. Es umfasst die Ausarbeitung von Prozeduren zur Optimierung der Arbeit und Überprüfungsmechanismen zur Wahrung des Qualitätslevels. 

Das Athenäum bemüht sich, nach und nach ein ständiges Qualitätsmanagement aufzubauen. 

Ab 2007-2008 sollten folgende Qualitätsbereiche schrittweise intern und extern evaluiert werden können: 

QB 1 : Unterrichtsprozesse und -ergebnisse. 

QB 2 : Professionalität der Lehrkräfte

QB 3 : Schulführung und Schulmanagement

QB 4 : Schul- und Klassenklima

QB 5 : Integration in das gesellschaftliche Umfeld

Text Size