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Königliches Athenäum Eupen

Athénée Royal d'Eupen

Lascheterweg 20 - 4700 Eupen - Tel. : 087/68.03.70 - info@kae.be

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Erasmus + Projekt am KAE Eupen : „ ready for innovative teaching ? “

 

Rund 120 Schüler, 60 Lehrer, sechs Länder: Das ist ein Projekt am KAE Eupen, gefördert durch das  Austauschprogramm Erasmus +. Der Inhalt und das Ziel:  innovatives Lehren und Lernen und natürlich Förderung der Kultur und des Zusammenlebens in Europa. Am Athenäum war es vergangene Woche so, wie auf einem echten, europäischen Campus.  Das KAE war koordinierende Schule und so hatten die Lehrer des Projektes, Verena Brammertz, Liliane Aussems und Anne - Laure Hick, alle Hände voll zu tun ein interessantes und abwechslungsreiches Programm für ihre Gäste  vorzubereiten. 

Vom 23.4.bis zum 30.4. weilten insgesamt 14 Lehrer und 18 Schüler aus 6 Ländern in Eupen. Zusammen mit 19 hiesigen Schülern und etlichen Lehrern des KAE bildete dies die  Abschlusswoche eines zwei Jahre dauernden Erasmus  + Projektes zum Thema „innovativer Unterricht“. 

Seit zwei Jahren stehen Schweden, Belgien, Deutschland, Litauen, Portugal und Spanien in Kontakt, seit zwei Jahren lernen die einen von den Anderen. Nach einem aufwendigen Antragstellen durch die Lehrer des KAE  und einer erfolgreicher Bewertung durch die Nationalagentur der DG konnte in 2015 das Projekt starten. „If a child cannot learn the way you teach , maybe you should teach the way they learn „  dieser Satz von Ignacio Estrada inspirierte die Koordinatoren und liess sie aufhorchen:  Was machen die Schulen und Lehrer in diesen Zeiten, wo sich die Gesellschaft nur allzu schnell verändert ?? Zeiten in denen man mitunter das Gefühl hat, die Jugendlichen nicht mehr zu erreichen oder an ihnen vorbei zu reden und zu unterrichten. Sich darüber in anderen Ländern zu informieren, umzusehen und aus ihren Erfahrungen lernen, sich gegenseitig inspirieren und unterstützen, das sollte das Ziel des Projektes sein!

Zunächst ging es für die Eupener nach Litauen, wo in Vilnius an einer Russischen Schule gezeigt wurde, was sie an innovativen Lehr - und Lernmethoden „ drauf hatten“. Video - telling , Unterricht unter Einbeziehung der neuen Technologien unter anderem „youtube clips“ waren nur ein von vielen Ansätzen , den Unterricht zu verändern.  Es folgten Reisen nach Madeira, Spanien, Deutschland und Schweden . Jedes Land konnte mit seinen „ Besonderheiten „ aufwarten und überraschen.

So wurde die Schule  „quatro Cantons“  aus Barcelona erst vor 4 Jahren gegründet und funktioniert nach den neuesten pädagogischen Erkenntnissen und Bedürfnissen. Der Unterricht ist ausschliesslich projektorientiert, und  fächerübergreifend werden alle Aspekte einer Fragestellung schülerzentriert  erläutern und bearbeitet.  Alle  Schüler verfügen  ausserdem  über eigene Laptops oder i - pads und die Zeit der Photokopien und Bücher gehört dort schon längst der Vergangenheit an. Die Lehrer werden geduzt, mit Vornamen angesprochen und die Atmosphäre ist locker und gleichzeitig lernorientiert.

In Bjurholm  ( Schweden)  hingegen verfügt die Schule über keinerlei äussere Ressourcen, es gibt keine Bücherei und keine Mediothek, kein Kino oder Theater, kein Jugendheim oder Infotreff, kein Restaurant oder  Hotel und ausser uns keine Ausländer in der gesamten Kleinstadt. Dort sind die Eltern erstaunlich eng mit der Schule verbunden. Sie nehmen aktiv am Schulalltag teil und bringen mehr Engagement mit als man das in den anderen Ländern erleben durfte. Dennoch sind dort extrem viele Schüler mit Migrationshintergrund , Flüchtlinge und Schüler mit Behinderungen integriert und durch innovative und angepasste Lehr - und Lernmethoden gut aufgehoben.

In Eupen ging jetzt dieses Projekt zu Ende. Insgesamt 56 Personen arbeiteten und lebten  gemeinsam an der Schule: engagierte Lehrer des KAE leiteten Animationen zum Gebrauch interaktiver Tafeln im Unterricht, leiteten ihre Schüler im Wissenschaftsunterricht an, die Gastschüler mit dem dem Thema Elektrik vertraut zu machen,  organisierten eine Sportliche Rallye durch Eupen, wo bei strahlendem Sonnenschein 37 Schüler unsere Stadt entdecken durften, das Ganze wurde durch ein gut angeleitetes und durch den offenen Kanal perfekt ausgestattetes Filmteam begleitet. Es wurden Gruppenarbeiten gefördert, unter anderem kreative und originelle Power point und andere Präsentationen erstellt .

Dazu gab es jede Menge Rahmenprogramm, es wurde ein  Besuch des Europaparlaments in Brüssel  organisiert , wo Pascal Arimont den Schülern Rede und Antwort stand. Man fuhr mit dem Bus in die Kaiserstadt Aachen, wo die Schüler für ihre Gäste eine interaktive Stadtführung organisierten , man feierte ausgiebig im Alten Schlachthof mit Eltern, Schülern, Lehrern und der Direktion des KAE , insgesamt an die 100 Gäste, die musikalisch, kulinarisch und im Miteinander auf ihrer Kosten kamen.

Den krönenden Abschluss bildete sicherlich der Besuch im Parlament der DG , wo nach einer herzlichen  Begrüssung durch den Präsidenten des Parlaments Alexander Miessen eine Führung durchs Parlament stattfand. Zum Schluss sprach der Unterrichtsminister Herr Harald Mollers zu den Gästen, beglückwünschte sie zu ihrem Projekt und wies auf die Wichtigkeit dieser Art und Möglichkeit hin einander und Europa besser kennenzulernen Das Ganze wurde eingebettet in ein musikalisches Rahmenprogramm, gestaltet durch das Eupener Vocalensemble Pro Arte, das im Auftrag der DG sang und dem Ganzen den passenden, feierlichen Rahmen gab. Die Vertreterin  des Jugendbüros und Ansprechpartnerin für Erasmus + Projekte,  Anne Stuers konnte sich ebenfalls vor  Ort von einem gelungenes Projekt überzeugen. Im Anschluss an den offiziellen Akt, konnten bei einem kleinen Umtrunk angeregte Gespräche gesucht werden mit dem Minister Harald  Mollers, den Vertretern des Parlaments und des Jugendbüros sowie den anwesenden Lehrern und Schülern

Am Samstag und Sonntag hiess es dann sich verabschieden, unter vielen Tränen fuhren die Gäste der verschiedenen Ländern zurück nach hause. Alle haben etwas fürs Leben gelernt, mehr gelebtes Europa geht kaum und für die Jugendlichen war es sicher nicht der letzte Kontakt mit ausländischen Schulen und Erasmus + Projekten. 

 

erasmus

Photo vor dem Parlament der DG mit Herrn Minister Harald Mollers, Anna Stuers, Vertreterin des Jugendbüros, dem Eupener Vocalensemble Pro Arte und den am Projekt teilnehmenden Lehrern und Schülern.

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