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Königliches Athenäum Eupen

Athénée Royal d'Eupen

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Erasmus + Projekt am KAE Eupen : „ ready for innovative teaching ? “

 

Rund 120 Schüler, 60 Lehrer, sechs Länder: Das ist ein Projekt am KAE Eupen, gefördert durch das  Austauschprogramm Erasmus +. Der Inhalt und das Ziel:  innovatives Lehren und Lernen und natürlich Förderung der Kultur und des Zusammenlebens in Europa. Am Athenäum war es vergangene Woche so, wie auf einem echten, europäischen Campus.  Das KAE war koordinierende Schule und so hatten die Lehrer des Projektes, Verena Brammertz, Liliane Aussems und Anne - Laure Hick, alle Hände voll zu tun ein interessantes und abwechslungsreiches Programm für ihre Gäste  vorzubereiten. 

Vom 23.4.bis zum 30.4. weilten insgesamt 14 Lehrer und 18 Schüler aus 6 Ländern in Eupen. Zusammen mit 19 hiesigen Schülern und etlichen Lehrern des KAE bildete dies die  Abschlusswoche eines zwei Jahre dauernden Erasmus  + Projektes zum Thema „innovativer Unterricht“. 

Seit zwei Jahren stehen Schweden, Belgien, Deutschland, Litauen, Portugal und Spanien in Kontakt, seit zwei Jahren lernen die einen von den Anderen. Nach einem aufwendigen Antragstellen durch die Lehrer des KAE  und einer erfolgreicher Bewertung durch die Nationalagentur der DG konnte in 2015 das Projekt starten. „If a child cannot learn the way you teach , maybe you should teach the way they learn „  dieser Satz von Ignacio Estrada inspirierte die Koordinatoren und liess sie aufhorchen:  Was machen die Schulen und Lehrer in diesen Zeiten, wo sich die Gesellschaft nur allzu schnell verändert ?? Zeiten in denen man mitunter das Gefühl hat, die Jugendlichen nicht mehr zu erreichen oder an ihnen vorbei zu reden und zu unterrichten. Sich darüber in anderen Ländern zu informieren, umzusehen und aus ihren Erfahrungen lernen, sich gegenseitig inspirieren und unterstützen, das sollte das Ziel des Projektes sein!

Zunächst ging es für die Eupener nach Litauen, wo in Vilnius an einer Russischen Schule gezeigt wurde, was sie an innovativen Lehr - und Lernmethoden „ drauf hatten“. Video - telling , Unterricht unter Einbeziehung der neuen Technologien unter anderem „youtube clips“ waren nur ein von vielen Ansätzen , den Unterricht zu verändern.  Es folgten Reisen nach Madeira, Spanien, Deutschland und Schweden . Jedes Land konnte mit seinen „ Besonderheiten „ aufwarten und überraschen.

So wurde die Schule  „quatro Cantons“  aus Barcelona erst vor 4 Jahren gegründet und funktioniert nach den neuesten pädagogischen Erkenntnissen und Bedürfnissen. Der Unterricht ist ausschliesslich projektorientiert, und  fächerübergreifend werden alle Aspekte einer Fragestellung schülerzentriert  erläutern und bearbeitet.  Alle  Schüler verfügen  ausserdem  über eigene Laptops oder i - pads und die Zeit der Photokopien und Bücher gehört dort schon längst der Vergangenheit an. Die Lehrer werden geduzt, mit Vornamen angesprochen und die Atmosphäre ist locker und gleichzeitig lernorientiert.

In Bjurholm  ( Schweden)  hingegen verfügt die Schule über keinerlei äussere Ressourcen, es gibt keine Bücherei und keine Mediothek, kein Kino oder Theater, kein Jugendheim oder Infotreff, kein Restaurant oder  Hotel und ausser uns keine Ausländer in der gesamten Kleinstadt. Dort sind die Eltern erstaunlich eng mit der Schule verbunden. Sie nehmen aktiv am Schulalltag teil und bringen mehr Engagement mit als man das in den anderen Ländern erleben durfte. Dennoch sind dort extrem viele Schüler mit Migrationshintergrund , Flüchtlinge und Schüler mit Behinderungen integriert und durch innovative und angepasste Lehr - und Lernmethoden gut aufgehoben.

In Eupen ging jetzt dieses Projekt zu Ende. Insgesamt 56 Personen arbeiteten und lebten  gemeinsam an der Schule: engagierte Lehrer des KAE leiteten Animationen zum Gebrauch interaktiver Tafeln im Unterricht, leiteten ihre Schüler im Wissenschaftsunterricht an, die Gastschüler mit dem dem Thema Elektrik vertraut zu machen,  organisierten eine Sportliche Rallye durch Eupen, wo bei strahlendem Sonnenschein 37 Schüler unsere Stadt entdecken durften, das Ganze wurde durch ein gut angeleitetes und durch den offenen Kanal perfekt ausgestattetes Filmteam begleitet. Es wurden Gruppenarbeiten gefördert, unter anderem kreative und originelle Power point und andere Präsentationen erstellt .

Dazu gab es jede Menge Rahmenprogramm, es wurde ein  Besuch des Europaparlaments in Brüssel  organisiert , wo Pascal Arimont den Schülern Rede und Antwort stand. Man fuhr mit dem Bus in die Kaiserstadt Aachen, wo die Schüler für ihre Gäste eine interaktive Stadtführung organisierten , man feierte ausgiebig im Alten Schlachthof mit Eltern, Schülern, Lehrern und der Direktion des KAE , insgesamt an die 100 Gäste, die musikalisch, kulinarisch und im Miteinander auf ihrer Kosten kamen.

Den krönenden Abschluss bildete sicherlich der Besuch im Parlament der DG , wo nach einer herzlichen  Begrüssung durch den Präsidenten des Parlaments Alexander Miessen eine Führung durchs Parlament stattfand. Zum Schluss sprach der Unterrichtsminister Herr Harald Mollers zu den Gästen, beglückwünschte sie zu ihrem Projekt und wies auf die Wichtigkeit dieser Art und Möglichkeit hin einander und Europa besser kennenzulernen Das Ganze wurde eingebettet in ein musikalisches Rahmenprogramm, gestaltet durch das Eupener Vocalensemble Pro Arte, das im Auftrag der DG sang und dem Ganzen den passenden, feierlichen Rahmen gab. Die Vertreterin  des Jugendbüros und Ansprechpartnerin für Erasmus + Projekte,  Anne Stuers konnte sich ebenfalls vor  Ort von einem gelungenes Projekt überzeugen. Im Anschluss an den offiziellen Akt, konnten bei einem kleinen Umtrunk angeregte Gespräche gesucht werden mit dem Minister Harald  Mollers, den Vertretern des Parlaments und des Jugendbüros sowie den anwesenden Lehrern und Schülern

Am Samstag und Sonntag hiess es dann sich verabschieden, unter vielen Tränen fuhren die Gäste der verschiedenen Ländern zurück nach hause. Alle haben etwas fürs Leben gelernt, mehr gelebtes Europa geht kaum und für die Jugendlichen war es sicher nicht der letzte Kontakt mit ausländischen Schulen und Erasmus + Projekten. 

 

erasmus

Photo vor dem Parlament der DG mit Herrn Minister Harald Mollers, Anna Stuers, Vertreterin des Jugendbüros, dem Eupener Vocalensemble Pro Arte und den am Projekt teilnehmenden Lehrern und Schülern.

Barcelona Erasmus+

Wir (Noemi, Yannis, Eva und ich, Lena) hatten das Glück an dem Erasmus+ Projekt im April 2016 teilnehmen zu dürfen. Dieses Jahr war das Thema:“ Ready for innovative teaching?“. Das Ziel dieses Projektes ist herauszufinden, welche neuen Unterrichtsmethoden andere Länder benutzen; deshalb sind wir sieben Tage gemeinsam mit den Partnerschulen aus Portugal, Litauen, Schweden und Deutschland nach Barcelona gereist.

Weiterlesen: Barcelona Erasmus+

ERASMUS + : Bayern

Mandy Emonts                                                                                                        

Rhian Kessler

Louis Fuss

Julia Hunds


ERASMUS + : Bayern

Tag 1: Die Anreise

Es war der 9. Oktober – der Tag der Anreise war gekommen. Wir versammelten uns zur Abfahrt auf dem Parkplatz neben unserer Schule. Nachdem wir uns von unseren Eltern verabschiedet hatten, stiegen wir in den Minibus und die Reise ging los. Die Fahrt verging schneller als gedacht. Wir machten einen Stopp in Nürnberg und saßen in einem gemütlichen Café, mitten im Zentrum. Die Altstadt hat uns besonders gut gefallen. Nun dauerte es nicht mehr lange und wir kamen in der kleinen Stadt Beilngries an, wo uns bereits unsere Austauschpartner sehnsüchtig erwarteten. Wir waren ziemlich aufgeregt, da wir uns alle noch nie gesehen hatten. Die Anspannung verschwand aber ziemlich schnell, denn die Familien empfingen uns mit offenen Armen. Wir überreichten unsere Gastgeschenke und fuhren dann mit unserer Familie in ihr Zuhause. Wir erhielten erstmal eine kleine Rundführung durch das Haus und waren alle sehr zufrieden. Man hatte entweder ein eigenes Zimmer oder sogar eine ganze Etage für sich alleine. Es wurde alles liebevoll für uns vorbereitet und man fühlte sich sehr willkommen. An diesem Abend gingen manche von uns noch in ein traditionelles Restaurant – typisch bayrisch. Zuhause angekommen ließen wir den Abend ausklingen, zum Beispiel schauten wir uns dann noch einen Film an. Wir waren ziemlich müde von der langen Fahrt und gingen schon früh ins Bett.

Tag 2: Beilngries

Von unseren Familien bekamen wir ein leckeres Frühstück und waren so bereit für den Tag. An diesem Tag sollten wir auf die Austauschschüler der anderen Länder treffen.
Die Schule beginnt um 8 Uhr und endet um 13 Uhr, ganz anders als bei uns. Sie haben trotzdem 2 kleine Pausen und eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten. Wir finden dieses System wesentlich besser als das unsere, wobei anzumerken ist, dass es eine Realschule war.

Als wir dann in der Schule waren, trafen wir auf die verschiedenen Partner: Litauen, Spanien, Schweden, Madeira (Insel) und natürlich Deutschland. Wir wurden von der Schulleitung begrüßt und wir spielten einige Spiele, um uns kennenzulernen, beziehungsweise um uns  in erster Linie die Namen der anderen zu merken. Das war sehr lustig, trotzdem blieb jeder erstmal für sich. Wir sollten dann noch die Vorträge, die wir bereits in Belgien vorbereitet haben, vortragen. Als die Schule zu Ende war, gingen wir gemeinsam in die Stadt und haben alle etwas gegessen. Die Familien haben uns das Essen während der ganzen Woche bezahlt. Nachmittags versammelten wir uns zu einer einstündigen Stadtführung.

Die Familien haben dann unterschiedliche Aktivitäten für uns geplant. Manche sind nach Ingolstadt gefahren zum Kartfahren, was sehr viel Spaß gemacht hat. Leider haben nicht alle das Kartfahren bezahlt bekommen, was sehr kostspielig war. Abends sind wir dann zum Beispiel zum McDonalds gefahren und haben dort gegessen.

 

Tag 3: Besichtigungen

In der Schule sollten wir überlegen, wie für uns die perfekte Unterrichtsstunde aussieht. Die Gruppen waren alle gemischt, so dass wir dazu gezwungen waren, Kontakt mit den anderen Ländern aufzunehmen. Das fand ich sehr gut und man verstand sich mit einigen ziemlich gut. Wir mussten diese Unterrichtsstunde dann vortragen. Danach spielten wir einige Spiele, mit denen man auf eine lustige Weise Englisch lernen soll. Das hat uns wirklich Spaß gemacht und ich denke, dass man diese Methoden auch in unserer Schule nutzen sollte.

Wir haben an diesem Tag noch das Altmühltal besichtigt. Außerdem erhielten wir eine Rundführung in einer Brauerei, in der wir auch selber einmal probieren durften. Gemeinsam haben wir dann in einem Brauhaus etwas getrunken und dazu hatten wir einen Korb voller leckerer Brezeln. Wir hatten danach genug Freizeit, damit wir uns zum Beispiel etwas zu essen holen konnten oder aber ein bisschen durch die Geschäfte schlendern zu können. Im Anschluss haben wir eine Schifffahrt gemacht zu einem Kloster. Wir haben eine Kleinigkeit vor Ort gegessen und haben uns dann wieder auf den Weg nach Hause gemacht.

Während manche Austauschschüler gemeinsam bowlen gegangen sind, haben sich manche in einem „Bauwong“ getroffen. Es schien dort sehr üblich zu sein, dass man in seinem Garten einen Bauwagen stehen hat, in dem man sich mit seinen Freunden trifft und zusammen feiert oder sonstiges.

 

Tag 4: Regensburg

Am 4. Tag sind wir mit dem Reisebus nach Regensburg gefahren. Die Altstadt von Regensburg hat uns besonders gut gefallen, alle Häuser waren bunt und es gab viele schöne Geschäfte und Restaurants. Wir haben dort eine Stadtrallye gemacht mit vielen lustigen Aufgaben. Wir haben sehr viel Freizeit bekommen und hatten eine Menge Spaß. Wir waren erst sehr spät zuhause und sind dann auch schon bald ins Bett gegangen.

Tag 5: Freizeit

Am 5. Tag hatten wir in der Schule einen Einblick in den Sportunterricht, der auf Englisch gegeben wurde. Dies ist, wie wir finden, eine sehr gute Methode die Sprache intensiver zu erlernen. Nachmittags durfte der Austauschpartner selber entscheiden, was er mit seinem Gast macht. Rhian und Mandy sind dann nach München gefahren während Louis und Julia Lasertag in Ingolstadt spielen waren. Wir trafen uns dann nochmal alle in einem Café in der Nähe von Beilngries.

Tag 6: Abschiedsfeier

In der Schule wurde uns das Jonglieren beigebracht. Der ein oder andere war am Ende der Stunde sogar richtig gut. Die Woche ging sehr schnell vorbei. Die Abschiedsfeier stand uns bevor. In der Schule haben wir ein bisschen bei den Vorbereitungen geholfen. Wir sind an diesem Tag, leider ohne unsere Austauchpartner, klettern gegangen. Für manche war dies aber etwas langweilig.

Als wir zuhause waren, aßen wir wieder in den Familien. In manchen Familien gab es sogar einen Einblick in die traditionelle Kost. Es gab dann Weißwurst und Brezeln.

Um 19 Uhr haben sich alle, die etwas mit dem Projekt „Erasmus +“ zu tun hatten, versammelt - die Eltern der Austauschpartner, alle Lehrer und natürlich die Schüler. Es war ein sehr toller Abend mit tollem Essen. Der Lehrer, der uns das Jonglieren beigebracht hatte, machte eine fantastische Aufführung mit Feuer. Wir waren sehr begeistert. Danach wurde das Buffet eröffnet. Während dem Essen spielte eine Trachtenkapelle. Manche der Austauschpartner aus Deutschland trugen sogar ihre Dirndl und Latzhosen. Wir haben uns super gut mit den verschiedenen Partnern verstanden, wir tanzten zusammen und hatten viel Spaß und es fiel uns sehr schwer am Ende Abschied zu nehmen.

 

Tag 7: Ab nach Hause!

Wir durften alle einigermaßen ausschlafen und frühstückten noch ein letztes Mal mit unserer Familie. Es war eine eher traurige Stimmung, aber man war auch sehr glücklich, denn man hatte sich sehr ins Herz geschlossen. Wir trafen uns dann alle vor einem Hotel, wo unsere Lehrer bereits mit dem Minibus auf uns warteten. Es wurden noch einige Fotos geschossen, bevor wir den Minibus bestiegen und es dann wieder Richtung Belgien ging.

 

Fazit

Wir alle hatten sehr schöne Momente während dieser Woche und haben neue Einblicke erhalten. Wir bereuen nichts und sind froh, neue Freunde dazugewonnen zu haben. Wir haben vielleicht sogar das ein oder andere gelernt. Leider war die Organisation manchmal etwas mangelhaft, da manche Lehrer des Projektes krank waren. Oft saßen wir in der Klasse und hatten keine Beschäftigung und einen Einblick in den Schulalltag hatten wir leider auch nicht. Wir müssen auch sagen, dass die Schüler des Projektes alle das gleiche Alter haben sollten. Toll fanden wir, dass die Kosten des Essens übernommen wurden. Leider mussten manche Aktivitäten, die nicht gerade billig waren, selber bezahlt werden. Wir hatten jeden Tag tolles Essen und wirklich herzliche Familien, die sich unseren Wünschen angepasst haben. Wir passten alle gut zu den Austauschpartnern. Wir haben gegen Ende des Projektes neue Leute aus den verschiedensten Ländern kennengelernt und Freundschaften geschlossen, und wir denken, dass das die Hauptsache ist.

 

Neue Methoden

  • Sportunterricht auf Englisch
  • Jonglieren lernen im Sportunterricht
  • Mindmaps
  • Quiz: „Kahoot“ in den Unterricht einbringen
  • Spiele auf Englisch für mehr Spaß am Lernen
  • Ausflüge mit Stadtrallyes
  • „Sally says“ Spiel zur Auflockerung vor einer Stunde
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